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Aktuelle Seite: StartseiteTonträger-ReviewsVardan: From The Pale Moonlight

Obituary - Obituary

obituary 2017xxlLabel: Relapse Records

Spielzeit: 36:28 Min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

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Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: bereits erschienen

Oje - ein Album ohne Titel, ein schlichtes Cover (gerade für für Obi-Verhältnisse!) mit lediglich dem Logo drauf... Es wäre nicht die erste Band, die mit einem solchen Werk einen krassen Neuanfang, eine Zensur, oder einen Stilwechsel einläutet. Dabei war "Inked in blood" doch so ein hammergeiles Comeback...

Keine Sorge, Alarmstufe Rot kann sofort wieder beendet werden!!! (Na, kurz vor'm Herzinfarkt gewesen?) Wo Obituary drauf steht, ist immer noch Obituary drin und zwar nicht zu knapp! Die Florida-Legende lässt auf ihrem mittlerweile zehnten Album nichts anbrennen und zeigt sich in ihrer typischen Herangehensweise, was sicherlich nicht nur ich extrem begrüße!!! Keine Überraschungen, keine Experimente - Obi pur! Und mit was für einer Gewalt und Spielfreude die Burschen an die Sache herangehen ist der Hammer, das gute Stück kann es locker mit dem formidablen Vorgänger aufnehmen und lassen mich zu der Bemerkung hinreißen, dass die Kollegen seit ihrem Comeback so geil sind, wie seit der "The End Complete"-Platte nicht mehr. Dass sie nicht mehr so klingen, wie auf ihren beiden ersten Longplayern ist völlig normal, aber dass sie qualitativ so weit zurückgehen, hätte ich dann doch nicht erwartet und bin dementsprechend extrem positiv überrascht! Das ganze Werk ist eine herrliche Gewaltorgie, ein wenig Old School, sehr an den eigenen Wurzeln orientiert (Supi hoch drei!!) und es knallt wie die Sau! So lieben wir die Band und so wollen wir sie noch ganz lange hören!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Brave 02:14
2. Sentence Day 02:49
3. A Lesson in Vengeance 03:07
4. End It Now 04:02
5. Kneel Before Me 03:04
6. It Lives 03:24
7. Betrayed 03:01
8. Turned to Stone 04:13 
9. Straight to Hell 03:57
10. Ten Thousand Ways to Die 03:16
11. No Hope 03:21

 

Morast - Ancestral Void

morast ancestral voidxxlLabel: Totenmusik/ Ván Records

Spielzeit: 35:22 Min.

Genre: Death Metal/Doom

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: 31. März 2017

Das nordrheinwestfälische Quartett Morast lärmt seit 2015 und hat seitdem eine Demo sowie eine (dem Bathory-Fronter Quorthon huldigende) Split-EP mit Ultha herausgebracht. Mit 'Ancestral Void' präsentiert der Vierer in den nächsten Tagen nun sein Debütalbum, das via Totenmusik erscheint.

Dargeboten bekommen wir finsteren, recht schleppenden Doom Metal, der deutlich todesbleiern daher kommt und Versatzstücke aus dem ursprünglichen Black Metal aufweist, dabei eine durchaus unheilige Atmosphäre über die gesamte Platte aufrecht erhält und nicht nur einmal an die älteren Klassiker von My Dying Bride, Tiamat und Paradise Lost oder auch an die derzeit sehr angesagten Bölzer erinnert. Die Produktion ist adäquat rau und düster geraten und passt ganz ausgezeichnet zu den sechs Stücken.
Anspieltipps: Der mächtige Titeltrack oder das katatoniaartige 'Forlorn'.

Kai Ellermann

XXL WertungXL 1

Tracklisting:

01. Crescent
02. Forlorn
03. Ancestral Void
04. Loss
05. Compulsion
06. Sakkryfyced

 

Moribund Mantras - Into Nothingness

Moribund Mantras  Into xxlLabel: Urtod Void Records

Spielzeit: 46:22 Min.

Genre: Doom Metal

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Hörprobe: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Das 2010 gegründete Quintett Moribund Mantras aus der Region Stuttgart, welches 2012 mit der Demo 'Visions' sowie zwei Jahre später mit der EP 'Red Birch' in Erscheinung trat, veröffentlichte vor ein paar Wochen sein Debütalbum 'Into Nothingness'. Auf diesem befinden sich fünf Stücke zwischen vier- und und elfeinhalb Minuten sowie vier kurze Klangcollagen, die als Intro bzw. Interludien zu verstehen sind. Geboten wird eine Melange aus ganz viel Doom Metal sowie drölfzig weiteren Musikrichtungen (Post Rock, Sludge, Black Metal, Psychedelic Rock etc. etc.), wobei die Mixture wohldurchdacht und sinnig erscheint und somit trotz des Stilmixes 'Into Nothingness' eine gewisse Homogenität nicht abgesprochen werden kann. Das Dargebrachte ist angenehm sperrig ausgefallen, wirkt mitunter zwar etwas unausgegoren (beispielsweise Teile des cleanen Gesangs, die recht schräg, wenn auch zumindest interessant daher kommen), hat dafür eine ganze Wagenladung Charme und klingt schon ziemlich einzigartig auf seine Art.
Was der Hörer definitiv mitbringen sollte, ist Zeit und Ruhe; dieses Album erschließt sich nicht mit den ersten drei oder vier Durchgängen. Umso erstaunter wird man allerdings sein, wenn man auf dieser über 46minüten dauernden Klangreise immer und immer wieder Dinge entdeckt, die sich einem zuvor nicht erschlossen.
Die Scheibe erscheint sowohl auf CD als auch - was heutzutage ja wieder häufiger auftritt - auf Tape.

Kai Ellermann

XXL WertungL

Tracklisting:

01. Immersion
02. Memory Loss
03. Closer
04. The Passage
05. Red Birch
06. Coma
07. Fom & Void
08. Disappearing Slowly
09. Horror Vacui

Front Beast - Third Scourge From Darkness

front beastLabel: Iron Bonehead

Spielzeit: 50:22 Min.

Genre: Black Metal

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Hörprobe: Soundcloud

VÖ-Datum: bereits erschienen

Front Beast, bzw. der Herr Avenger ist jetzt auch schon seit 1999 dabei und hat seitdem so einige extrem geile Sachen veröffentlicht. Dass die Band dennoch fast nur in Underground-Kreisen bekannt ist, (dafür dort aber heftig verehrt wird) dürfte auch daran liegen, dass 80% der Veröffentlichungen aus Demos, EPs und Splits bestehen, was den "Normalo-Metaller" ja immer noch ordentlich zu überfordern scheint. Nun steht aber das dritte Album in den Startlöchern und es wird wieder einmal grandioser, bitterböser und dreckiger Old School Black Metal abgeliefert. Wobei "Old School" hier wirklich ganz heftig alt bedeutet, denn die Musik von Front Beast erinnert deutlich mehr an alte Bathory, oder die guten, alten Venom, als zum Beispiel die norwegische Welle. Das heisst, es rumpelt und scheppert ganz gewaltig, garniert mit Avengers ätzendem Gesang und einem wunderbar passenden rauen Sound. Mir gefällt das immer wieder ganz ausgezeichnet (weshalb ich auch die meisten der oben erwähnten Singles und Kassetten in meiner Sammlung stehen habe!!) und auch diesmal habe ich überhaupt nichts zu meckern. Dass der Mann ziemlich gut ist, sieht man ja auch an der Qualität der vielen anderen Bands, in denen Avenger auch noch musiziert (Szarlem (großartig!!), Nocturnal (großartig!!), oder auch Angel of Damnation (großartig!!), um nur die bekanntesten zu nennen...) - der Kollege ist eindeutig ein Metal-Fanatiker und das hört man auch! Uralt-Black Metal mit viel Leidenschaft gespielt, der ordentlich aggressiv und abgefuckt alles niedermetzelt, von mir gibt es dafür alle Daumen hoch!!!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Journey to Golgotha 09:08
2. Swallowed by Night 05:20
3. The Hunt 03:48
4. Flaming Tombs of Heresy 06:56
5. Imperial Fire 05:42
6. Rape the Corpse of Christ 05:04
7. Purity in Ashes 08:16
8. Theistic Plague 06:08

PH - Eternal Hayden

ph eternal haydenxxlLabel: Svart Records

Spielzeit: 38:16 Min.

Genre: Psychedelischer-Space-Post-Doom-Stoff

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Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: bereits erschienen

Die Band kommt aus Finnland, das Label heisst Svart - da kann ja nur skurriles Zeug bei rauskommen. Und so verhält es sich auch bei PH, die sich bis vor Kurzem noch "Mr. Peter Hayden" nannten, drei Alben veröffentlicht haben, nun aber unter dem neuen Namen durch die Weltgeschichte laufen. Sie vermischen einen ganzen Sack voller Stile und Genres, von psychedelischen Klängen, über spacigen Ambient und Post Rock, bis hin zu doomigen Spielereien ist irgendwie alles dabei, was den Geist ähnlich (über)fordert, als hätte man gerade an seiner Lieblingskröte geleckt... Mir ist der ganze Spaß allerdings etwas zu viel des Guten, schon der erste Song "Looking back at Mr. Peter Hayden" (wohl eine Art Abschied an die vergangene Phase der Band!) mit seiner Laufzeit von fast 17 Minuten ist für mich echt ganz hart an der Grenze des Erträglichen, was aber nicht an der fehlenden Qualität der Mucke liegt, sondern einfach nur nicht meinem ganz persönlichen Geschmack entspricht. Ist zwar irgendwie seltsam, dass ich zwar Drone, oder Funeral Doom extrem geil finde, diesen Stoff hier dagegen nicht wirklich auf Dauer ertrage, aber so ist das nun mal. Für Freunde dieses spacig-abgefahrenen Sound, der übrigens fast komplett instrumental daherkommt, ist "Eternal Hayden" aber ganz bestimmt was ganz Feines! Ich muss mir jetzt wieder was Erholsames reinziehen - Grindcore oder so....

Christian Hemmer

XXL WertungM

Tracklist:

1. Looking Back At Mr. Peter Hayden
2. We Fly High
3. Reach
4. Higher
5. Rock And Roll Future

 

Cut Up - Wherever They May Rot

cut up 2017xxlLabel: Metal Blade Records 

Spielzeit: 38:16 Min.

Genre: Death Metal

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Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: 24. März 2017

Mannmannmann! Das Verfassen dieser Review stand wahrlich unter keinem guten Stern. Erst war ich hungrig und hatte keine Bohnen mehr; dann schrieb mein Chefredakteur, die neue Cut Up sei totaler Murks und ich dürfte der neuen Scheibe dieser Gurkentruppe auf keinen Fall mehr als eine M-Wertung verpassen. Die Fehlersuche sei ausdrücklich genehmigt, sagte er mir in verdächtig konspirativem Tonfall. Und wisst Ihr was? Wenn das nicht der Wahrheit entspricht, habe ich das wohl geträumt...

Die Quasi-Thronfolger der seligen Vomitory, Cut Up, warten derzeit geduldig darauf, uns mit ihrem zweiten Dampfhammer-Album die Tür einzuschlagen - und das mit voller Wucht! Geboten werden auf 'Wherever They May Rot' Todesblei amerikanischer und vor allem schwedischer Prägung, wobei hier und da Versatzstücke aus Thrash Metal und Grindcore hervorluken. Das schwedische Quartett macht in den elf Songs überhaupt keinen Hehl daraus, sich neu zu erfinden. Eher im Gegenteil: die alten Trademarks werden ausgebaut und verfeinert sowie extrapoliert und nochmals ausgebaut, um die Brutalität zu maximieren und nochmals den Härtegrad zu steigern (maximal ist halt nicht genug, haha). Die Formel geht absolut auf, was erfreulich ist, denn die Stücke sind in ihrem gesteckten Rahmen zwar sehr kurzweilig und abwechslungsreich, büßen dabei allerdings keinen Fitzel an Härte oder Nachvollziehbarkeit ein. Zumeist wird das Gaspedel durchgedrückt, aber auch das Grooven wie die Hölle beherrschen die Jungs aus Wasa-Country aus dem Effeff. Auch geil der zweistimmige Gesang, der dem Ganzen so ein wenig Crustflair verleiht (hatte ich schon erwähnt, dass es sich bei dem Großteil der Mitstreiter um ehemalige Vomitory-Schergen handelt, ja?).
Nach nicht einmal 39 Minuten ist die Scheibe zu Ende. Das hat dann aber auch gereicht, um dem Hörer die blöde Birne geschickt wegzuhebeln, yeah!

Kai Ellermann

XXL WertungXL 1

Tracklisting:

01. From Ear To Ear
02. Necrophagic Madness
03. Behead The Dead
04. Wherever They May Rot
05. Vermin Funeral
06. By Hatred Bound
07. Psychosurgery
08. In The Aftermath
09. Master Dissector
10. Cranium Crusher
11. Raped By The Blade

Black Cilice - Banished From Time

Black Cilice xxl Label: Iron Bonehead

Spielzeit: 37:04 Min.

Genre: Primitive Black Metal

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Hörprobe: Soundcloud

VÖ-Datum: bereits erschienen

Kennt Ihr das auch? Da gibt es einen Tonträger, dessen musikalischer Beitrag streng genommen und ganz objektiv eher so in die Sparte "naja" einzuordnen ist - und trotzdem ist das Teil für Euch ganz persönlich so etwas von geil und Ihr kriegt es gar nicht mehr aus der Anlage? Also mir passiert das öfter und auch hier wieder einmal. Grund ist die neue Scheibe der Portugiesen von Black Cilice! Der gespielte Black Metal ist extrem räudig und primitiv (kann man locker in die Nähe von Ildjarn einordnen!), der Sound ist schlecht und eigentlich sind die Songs viel zu lang und neigen (trotz des Dauergeknüppels) ein wenig zur Monotonie. Hier dürften sich die meisten Hörer abwenden, nicht so der Rezensent (das bin ich)!
Wie ich schon bei der extrem coolen 7" ("Nocturnal mysticism") aus dem Dezember gesagt hatte, stehe ich total sowohl auf die Band (klar, kommen sie doch aus Portugal!) und auch auf diesen kaputten, primitiven Sound. Das Teil läuft bei mir rauf und runter und stellt für mich so etwas wie die Essenz des Black Metals dar, so wie er früher einmal war (nonkonform, ultra-brutal, kompromisslos und dreckig!) und wie man ihn heutzutage leider kaum noch zu hören bekommt. Das ist zwar schade (wobei man bei den ganzen "modernen" Strömungen natürlich auch die eine oder andere Perle finden kann), aber dafür gibt es ja Bands wie Black Cilice, die diesen alten "Charme" auch heute noch transportieren (oder man kramt die alten Klassiker raus...). Mir gefällt es ausgezeichnet und jeder, der es gerne etwas derber und roher mag, dürfte mir da zustimmen!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Timeless Spectre 09:49
2. On the Verge of Madness 08:52
3. Possessed by Night Spirits 04:55
4. Channeling Forgotten Energies 05:19
5. Boiling Corpses 08:09

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